Cake Red - Managed Node-RED in der Cloud - Und ein Hallo!

Hallo IoT-Usergroup Community!

Als einen ersten Post möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Simon Kemper und bei einer Google-Suche bin ich auf eure Community gestoßen. Da ich mich hauptberuflich und auch privat mit IoT beschäftige, möchte ich euch mein aktuelles Projekt nicht vorenthalten.

Ich habe vor einigen Jahren das Unternehmen Datacake gegründet. Wir sind Hersteller eine Low-Code IoT Plattform, welche aktuell von einigen namhaften kleineren und mittelständischen Unternehmen eingesetzt wird. Bewegung hinter der Gründung war Leidenschaft und Kunden, die Lösungen suchten. Da haben wir die Chance ergriffen.

Aber darum soll es nicht gehen. Vielmehr haben wir in den letzten Woche eine Software namens Cake Red als Beta veröffentlicht, diese möchte ich kurz vorstellen.

Cake Red ist:

  • Managed Node-RED (in der Cloud)
  • Per Knopfdruck wird eigener Sever erstellt
  • Node-RED im Docker Container installiert
  • NGINX als Proxy sowie Firewall und zusätzliche Authentifizierung sichern Node-RED ab
  • Nutzung der Datacake IoT Plattform, darunter:
  • Dashboards, Regeln (SMS, E-Mail Benachrichtigung), Workspaces (Mandantenfähigkeit für Kunden), User-Management, Rechte-Management, u.v.m.

Da ich aktuell ein schnelles Projekt mit einem TTN Gateway aufgesetzt habe, anbei noch ein Video:

https://youtu.be/tSOgK0wJ7Wo

Schaut es euch an - ich würde mich über Feedback freuen!

Und ich bin immer offen für Projekte jeder Art - also wer eine Idee hat, wie er das nutzen würde oder wer noch Fragen haben sollte - bitte einfach melden!

Viele Grüße,

Simon

EDIT:

Vielleicht noch ganz interessant, jedoch noch nicht vollständig: https://docs.datacake.de/cake-red

Hallo @simonkemper,
gibt es auch Tarife für Maker und Schulen? 24,99€ finde ich für diese Anwendergruppe etwas heftig, auch wenn dafür die Server vielleicht in DE oder der EU stehen. FRED (https://fred.sensetecnic.com) ist da im Vergleich günstiger aber immer noch abschreckend.

Frage, da mich hier in Kiel einige User Fragen etwas mit Node-Red zu machen und ich die Anfragen gerade noch aussitze um die Einrichtung auf RPi zu umgehen. Ich selbst habe mir Balena mit Container Images aufgesetzt und alternativ gibt es ja noch ein YouTube Video (https://youtu.be/JdV4x925au0) von Andreas Spiess und ein zugehöriges GitHub Repo. Ein „fertiges“ Node-Red zu nutzen würde die Hemmschwelle herab setzten und im ersten Zug die Frustration herab setzen. Zumal, wenn man noch versucht LoRaWAN Devices und TTN zu nutzen.

Hi Margor,

Der Preis von 25€ beinhaltet auch noch 10x API-Devices inkl. Long-Term Support für unsere Plattform. Das Angebot ist aber eher an industrielle, kommerzielle Kunden gerichtet. Ein bissl Background-Info dazu. Wenn wir automatisiert einen Server mit Cake Red / Node-RED aufsetzen, verursacht der in der kleinsten Stufe bereits Kosten von ca. 5€ pro Monat - ca. 6€ inkl. MwSt. Unsere erst Überlegung war es, dass wir einen Plan für 15€ pro Monat anbieten, dann aber ohne Devices, etc. (Man kann bis zu fünf Devices kostenlos auf unserer Plattform anlegen und nutzen). Hatten das aber noch nicht weiter verfolgen können. Vielleicht wäre das etwas?

Grundsätzlich gilt, dass wir Cake Red bzw. die Node-RED Integration in unserer Plattform nicht als Stand-Alone Variante sehen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen bekommt man eine vollständige Lösung, bestehend aus:

  • IoT Plattform
  • Datenbank für Speicherung von Messdaten
  • Dashboards, Smartphone App
  • Rule-Engine für Alarmierung
  • Und eben: Cake Red …

Wir nutzen Cake Red vorwiegend für Kunden, die spezielle Anforderungen haben oder externe Dienste mit unserer Plattform verbinden wollen. Um nicht ständig einzelne Code-Fragmente zu schreiben (und diesen in zwei Jahren zu vergessen), lösen wir solche Anforderungen mit Node-RED bzw. Cake Red.

Balena ist eigentlich ein guter Weg. Wir selbst nutzen dies im Feld für Gateways oder Devices - Auch in Verbindung mit der kostenlosen Balena Open Source Edition (wo man ein vollwertiges Linux Betriebssystem mit Multi-Container-Support erhält). Grundsätzlich empfehle ich hier jedem, dass er seine Raspberries mit diesem Betriebssystem betreibt, da dieses für lange Laufzeiten und Ausfallsicherheit optimiert ist (wir haben Device +3 Jahre in Betrieb).

Mich würde interessieren, wo deine Frustration mit Node-RED bzw. deinem Vorhaben liegt. So könnte ich verstehen, was vielleicht ein attraktiveres Angebot wäre.

Ich hoffe das hilft erstmal.

Das Szenario ist eigentlich immer ähnlich und auch aus TTN Communities außerhalb Kiel’s zu hören.
Sobald neue interessierte Leute hinzu kommen um LoRaWAN Technik zu nutzen stehen sie vor mehreren Hürden, die es zu bewältigen gilt.

  1. Auswahl LoRaWAN Device Hardware
  2. Programmierung der Geräte
  3. Daten in TTN empfangen und Decodieren
  4. Daten wieder abrufen
    4.1. Entweder durch Integrations und fertige Lösungen (eher unbeliebt)
    4.2. Etwas selber machen => Einfachster Weg Node-Red
  5. System mit Node-RED Aufsetzen, das am besten von außen zugänglich ist.
  6. Node-Red nutzen

Das sind in Summe ziemlich viele offene Baustellen, die sich für einen Neuling auftun und abschreckend sind.

Punkte 1. & 2. kann man ein wenig abfangen durch geschickte Auswahl der Hardware oder fertige Lösungen wie die TABS Sensoren oder den Dragino LHT65.
Um die Punkte 3. & 4. kommt man nicht herum. Punkt 5. wäre schön zu umgehen und direkt bei Punkt 6. zu landen.

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Verstehe.

Zu Punkt 4.

4.1. Fertige Lösungen wäre so etwas wie unsere Plattform? Wo man Dashboards selbst erstellt und Time-Series-Data nutzt sowie SMS, E-Mail Benachrichtigung per Regel verschickt?

Da wir viel Flexibilität anbieten (Völlige Freiheiten bei Dashboards, eigene Texte, Regeln) sehe ich unsere Lösung auch in etwa wie Node-RED. Nutze ich z.B. bei Node-RED die Dashboard extension, so sieht das auch immer nach Node-RED aus - jedoch mit der Option, dass ich Dashboards und Ansichten selbst erstellen kann - was unsere Lösung auch bietet.

Das soll jetzt keine Werbung sein - Versuche nur zu erklären, dass es einfache Lösungen gibt bzw. man nicht immer zwangsläufig ein Node-RED sein muss. Da es manchmal wie „Kanonen auf Spatzen“ (heisst doch so oder? :smiley:) daherkommt.

Schau mal, ob das was wäre:

Zu Punkt 3:

Ja da habe ich mir auch schon mal Gedanken gemacht, ob man das nicht automatisieren könnte. Mit API von TTN und Raw-Payload Decoder schon möglich, ohne dass jemand etwas dazu beisteuern müsste (es muss dann halt jemand die Decoder für div. Typen hinterlegen). Machbar wäre es.

Danke für dein Feedback, finde ich super nützlich!

EDIT:

@margor - Was ich eigentlich damit fragen wollte -> Wie sähe denn „Etwas selber machen“ aus? So wie ich das sehe, ist damit weniger „Eigene Applikationen entwickeln“ gemeint, korrekt? Sprich etwas in Richtung Low-Code wie Node-RED!?

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